Extremwetter im Juni: Rekordverbräuche beim Trinkwasser und Starkregen

Der Juni 2021 hat uns mit Wetterextremen vor große Herausforderungen gestellt. Unser Trinkwassernetz kam an Tagen mit Spitzenverbräuchen an seine Leistungsgrenzen und unser Kanalnetz wurde durch den Starkregen extrem beansprucht.

Nach dem verhaltenen Start im Frühjahr, hat das Sommerwetter im Juni Fahrt aufgenommen und uns die ersten Hitzetage beschert. Im insgesamt sommerlich warmen und zu trockenen Juni wurde bei der Trinkwasserabgabe mit 1.451.333 m³ der bisherige Rekord aus dem Juni 2019 getoppt und damit für den höchsten Monatsverbrauch in der Verbandsgeschichte gesorgt.

Den höchsten Tagesverbrauch hatten wir am 17.06.2021 mit 64.627 m³ und haben damit nur knapp den bisherigen Rekordwert vom 30.06.2019 mit 67.254 m³ verpasst. Den niedrigsten Wert verzeichneten wir mit 23.304 m³ am 30.06.2021 – dem gleichzeitig regnerischsten Tag des Monats.

Diese Werte stehen für das grundsätzliche Problem der Wasserversorgung: schwer prognostizierbare, sprunghaft steigende Verbräuche. Die Juni-Werte zeigen deutlich, dass unsere Netze und unsere Technik auf ein extrem breites Spektrum an Durchfluss ausgelegt sein müssen. Problematisch sind insbesondere die enormen Schwankungen und vor allem der sprunghafte Anstieg in den Abendstunden zwischen 17 und 21 Uhr, wenn alle Haushalte gleichzeitig nach Wasser verlangen. Das bringt uns an unsere Leistungsgrenzen, zumal bei paralleler Betrachtung der Niederschläge deutlich wird, dass das Trinkwasser schlicht im Garten landet.

Am letzten Tag des Monats haben uns – im Gegensatz zum restlichen Juni – die enormen Regenmassen vor einige Herausforderungen gestellt. Nach langer Hitze ohne Niederschlag sind die Böden so trocken, dass der Regen nur schlecht versickern kann und zu großen Teilen oberirdisch abfließt. Das wird dann zum Problem, wenn dieses Wasser in unserem Schmutzwassernetz landet und dieses damit überlastet wird, da es für Regenwasser nicht ausgelegt ist. Das sollte so eigentlich nicht sein, denn der WSE betreibt ein sogenanntes Trennsystem, das bedeutet: Niederschlagswasser und Schmutzwasser sollen getrennt bleiben.

 

Thema des Monats Juli: Starkregen und Schwammstadt (Zum Weiterlesen auf das Bild klicken.)